Fair-Kiosk boomt!
Eine tolle Idee - der Fair-Kiosk!

Ich heiße Tomás Pedroni, bin 17 Jahre alt und komme aus Argentinien, wohne aber momentan in Deutschland, im Saarland. Ich besuche die 11. Klasse des Johannes-Kepler-Gymnasiums in Lebach und leite an meiner Schule einen Kiosk für den Fairen Handel. Ich habe darüber einen Artikel für die Zeitung geschrieben, den ich Ihnen anbei zusende. Das ist bestimmt für Sie interessant und vielleicht auch für Werbezwecke als Anreiz für andere Schulen nützlich, damit Schüler und Lehrer sehen, dass eine solche Aktion unkompliziert ist und viel Spaß macht.
Freundliche Grüße,
Tomás Pedroni
Fairer Handel in der Schule
Am Johannes-Kepler-Gymnasium in Lebach wächst ein zukunftsträchtiges Projekt heran.
Ein Kiosk auf dem Weg zum Erfolg.
Seit über anderthalb Jahren beschäftigen wir uns in der Schule mit dem Fairen Handel. Wir haben einen kleinen Laden aufgebaut, in dem wir vor allem Snacks anbieten - darunter Schokolade in allen Größen, Geschmacksrichtungen und Formen, Sesamriegel, Bonbons, Trockenfrüchte und Kekse - aber ebenfalls Tee, Kaffee, Orangensaft und hin und wieder Kunsthandwerk. Unser Renner ist nach wie vor der »Ricobo«, ein Schokoriegel mit Quinua-Pops, dessen Zutaten vor allem aus den bolivianischen Genossenschaften El Ceibo und La Coronilla stammen.
Das Projekt begann am Schulfest im Juli 2005 mit einem Verkaufsstand, hat sich im Laufe der Zeit ausgeweitet und nimmt heute in Form eines Kiosks einen großen Teil der Schulbücherei ein, die deswegen immer stärker besucht wird. Im Monat verkaufen wir für stolze 400 € - gar nicht so wenig bei so einem kleinen Kreis! Die Aktion trägt in erster Linie zur Unterstützung der Produzenten bei - diese sind meistens Handwerker und Kleinbauer, haben sich überwiegend zu Kooperativen zusammengeschlossen und stammen aus der sogenannten Dritten Welt, aber auch aus diversen Schwellenländern. Für ihre Produkte bekommen sie deutlich höhere Preise als im konventionellen Handel, wodurch sie in die medizinische Versorgung, in die Infrastruktur sowie in die Ausbildung ihrer Kinder investieren können. Die Fair-Handels-Organisationen, die die Waren nach Europa importieren, sind nachhaltige Abnehmer. Sie hüpfen außerdem nicht über die Weltmärkte und suchen nach den billigsten Herstellern, sondern beraten ihre Partner, bevorzugt Handwerksgenossenschaften und kleinbäuerliche Kooperativen, und finanzieren Material und Ernten vor.
Unser Projekt zählt darüber hinaus bei der Ausführung von Hilfsprojekten an unserer bolivianischen Partnerschule San Martín de Porres in El Alto bei La Paz, wohin der Reinerlös fließt.
Da uns nicht der Umsatz, sondern eine hohe Anzahl an verkauften Waren wichtig ist, halten wir die Preise so gering wie möglich, um viel verkaufen und somit auf höchstmöglichem Niveau helfen zu können. Trotz der andauernden »Geiz-ist-Geil-Welle«, die weder vor den Klassenräumen noch vor dem Lehrerzimmer Halt macht, werden wir von vielen Schülern und Lehrern unterstützt. Dies ist zum einen auf die guten Absichten des Kiosks, sodann auf die Tatsache, dass es in den Pausen viel bequemer ist, bei uns als im benachbarten Supermarkt was zum Naschen zu bekommen, und nicht zuletzt auf die exzellente Qualität der Produkte zurückzuführen.
Außer der "Filiale" in der Bibliothek sind unsere fliegenden Händler unentbehrlich: Mit prallgefüllten Schuhkartons übernehmen einige Mitarbeiter unterschiedlicher Klassen den Verkauf in ihrer Klasse und bei ihren Lehrern. Alle 5 Wochen gibt es dann Nachschub vom Großhändler aus Saarbrücken.
Unter den Zielen des Kioskes darf man den Einzug von fair gehandeltem Kaffee ins Lehrerzimmer anführen. An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Mitwirkende für ihr Engagement.
Tomás Pedroni, 11 D
Johannes-Kepler-Gymnasium Lebach
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Schicke uns dazu eine E-Mail mit dem Stichwort "fair4you" mit deinem Namen, deinem Team (ebenfalls mit Namen) und einer Kurzbeschreibung zu Eurer Aktion an unsere Online-Redaktion, fairtrade@gepa.org
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Klasse - dann schick Sie uns doch auch gleich (als Anhängsel in Deiner E-Mail) mit.
Wir freuen uns auf Deine Einsendung!
