Vertrieb
Der Vertrieb ist der Verkauf der Endprodukte eines Unternehmen an seine Kunden. Dies ist der letzte Schritt der innerbetrieblichen Wertschöpfungskette.
Vorfinanzierung
Manchmal fehlt den Produzenten das Geld um die Kosten für die Produktion oder die Erntearbeit zu bezahlen. Auf Wunsch zahlt ihnen der Faire Handel bereits im Voraus einen Teil des Kaufpreises. So können sie die Produktion beenden ohne sich zu verschulden oder teure Kredite aufnehmen zu müssen.
Welthandel
Welthandel ist der Handel auf dem Weltmarkt. Die Handelspartner kommen aus verschiedenen Ländern.
Beispiel: Eine Firma in Deutschland kauft Kaffee von einer Genossenschaft in Guatemala. Die deutsche Firma importiert, die guatemaltekische Genossenschaft exportiert.
Weltladen
In Weltläden kann man ausschließlich fair gehandelte Produkte kaufen. Weltläden werden auch als die Fachgeschäfte des Fairen Handels bezeichnet, anders als im Supermarkt kann man sich hier zu den Produkten beraten lassen und etwas über den Fairen Handel erfahren.
Weltladen-Dachverband
Siehe demnächst unter “Who is Who“ im Fairen Handel auf unserer Homepage...
Weltmarkt
Auch auf dem Weltmarkt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander. Doch im Gegensatz zum normalen Markt ist er nicht mehr auf einen bestimmten Ort begrenzt. Auf dem Weltmarkt findet der weltweite Handel statt.
Beispiel: Rohstoffe, zum Beispiel Kakaobohnen, werden weltweit gehandelt. Man spricht daher von einem Weltmarkt für Kakaobohnen.
Weltmarktpreis
Ein Weltmarktpreis ist, wie der Marktpreis, ein Preis, der sich auf einem Markt gebildet hat. Hier allerdings auf einem besonderem Markt: dem Weltmarkt.
Wertschöpfung
Zerlegt man das Wort in seine Bestandteile ,,Wert“ und ,,Schöpfung“, lässt sich die Bedeutung schon vermuten: Sie bezeichnet die Wertsteigerung eines Produktes durch dessen Verarbeitung.
Beispiel: Eine Schokoladenfabrik kauft Kakaobohnen für 100 Euro. Daraus produziert sie Schokolade im Wert von 150 Euro. Es wurde also ein Mehrwert von 50 Euro geschaffen.
Wertschöpfungskette
Die Wertschöpfungskette zeigt den Weg eines Produktes vom Hersteller bis zum Endverbraucher auf. Dabei wird die Wertsteigerung in jedem einzelnen Verarbeitungsschritt betrachtet.
Beispiel: Wertschöpfungskette für die Kakaoverarbeitung: Produzent >> Genossenschaft >> Importeur >> Schokoladenfabrik >> Einzelhandel >> Konsument
WFTO
Siehe demnächst unter “Who is Who“ im Fairen Handel auf unserer Homepage...
Zertifizierung
Als Zertifizierung bezeichnet man ein Verfahren, das durch Dritte schriftlich bestätigt, dass ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Prozess festgelegte Anforderungen erfüllt.
Beispiel: Der Faire Handel stellt an Produkte, Herstellungsverfahren und Handelsbeziehungen bestimmte Anforderungen. Die Zertifizierung ist ein Verfahren dass zum Nachweis der Einhaltung dieser Standards dient.
Zoll
Wird eine Ware über eine Zollgrenze gebracht muss man hierfür Geld bezahlen. Zollgrenzen befinden sich meistens zwischen Ländern oder Kontinenten. Hier werden auch bestimmte Einfuhrpapiere kontrolliert.
Beispiel: Importiert man Honig aus Mexiko in die EU, zahlt man bei jeder Lieferung eine Zollgebühr.
Zwischenhandel
Ein Zwischenhändler kauft eine Ware und verkauft sie dann weiter. Er verdient daran, indem er die Ware zu einem höheren Preis verkauft als er sie selbst angekauft hat.
Man spricht von unfairem Zwischenhandel, wenn die Zwischenhändler den Produzenten zu wenig Geld zahlen um ihre Produktions- und Lebenserhaltungskosten zu decken und dabei selbst einen großen Gewinn einstreichen. Der Faire Handel bemüht sich um die Ausschaltung von unfairem Zwischenhandel indem er die Waren direkt bei den Produzenten bzw. deren Genossenschaften einkauft.
Beispiel: Im konventionellem Handel kauft ein Zwischenhändler die Kakaobohnen bei den Produzenten und verkauft sie dann an die Schokoladenfabriken weiter. Um möglichst viel Gewinn zu machen zahlt er den Produzenten sehr wenig Geld für die Kakaobohnen.